Die Zukunft der Bildung: die gekonnte Kombination aus Online und Co-Learning?

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Der amerikanische Co-Working Space Gigant WeWork, kaufte gestern das Bildungs-Startup MissionU welches einjährige Trainingsprogramme mit Hilfe von online learning als Alternative zu einer klassischen Berufsausbildung oder einem Studium anbietet.

Gemeinsam möchte man eine neue Art der berufsvorbereitenden Bildung gestalten.

Die bisherige Zielgruppe von MissionU waren 19-25 jährige, die nach dem Programm an Partnerunternehmen vermittelt wurden und ihre „Studiengebühren“ über eine Abgabe von 15% ihres Einkommens über 3 Jahre beglichen.

90% der Ausbildung fanden online mit Hilfe der distance learning software von MissionU statt.

Möchte man jetzt das Beste aus beiden Welten vereinen? Vermutlich.

Ähnlich wie im blended learning bietet ein CoWorking Space die Möglichkeit des Austausch nachdem oder während man in Onlinekursen neues Wissen erlangt.

Erstaunlich ist mit welcher Geschwindigkeit WeWork neue Modelle der Bildung testet während Universitäten nur langsam experimentieren welche Formate in Zukunft unsere Bildungslandschaft beherrschen.

Neben MissionU betreibt WeWork eine eigene Grundschule die WeGrow und erwarb im Oktober den Kursanbieter Flatiron School. Somit deckt man bereits heute die Lehre im Bereich der Grundschulen, Hochschulen und Berufsweiterbildung ab.

Wie wir bereits in einem früheren Blogpost beschrieben haben glauben wir nicht an die vollständige Verdrängung von Hochschulen durch die neuen Bildungsanbieter.

Aber man kann vermutlich vieles lernen von den neuen Akteuren, die viel experimentieren und neue Formaten aus online lernen ergänzt durch der Zusammenarbeit vor Ort eine Chance geben.

WeWork ist bereits heute ein globaler Player und ist in den letzten Jahren vom Startup zum größten Büroflächen Mieter Londons geworden.

Sicherlich werden auch bald die ersten Bildungsangebote von WeWork den deutschen Markt erreichen.

Was bedeutet dies für die Zukunft der Bildungslandschaft in Deutschland?

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Interview mit Edukatico: „Was kostet die Erstellung eines MOOC?“

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Zusätzlich zu unserer Blogserie zu digitalen Lernformaten möchten wir gerne ein Interview mit euch teilen, welches wir letzte Woche für Edukatico, dem Suchportal für Online-Kurse, gegeben haben.

Edukatico hilft dabei auf dem wachsenden Markt der Onlinekurse den Überbilck zu behalten und beantowrtet in seinem Blog Fragen für Lerner und Lerhrende.

Das Interview:

Was kostet die Erstellung eines MOOC?

Auch an deutschen Hochschulen werden immer öfter MOOCs erstellt. Der Dienstleister „Polarstern Education“ erklärt im Interview, wie lange eine MOOC-Produktion dauert und welche Kosten anfallen.

 

MOOCs (massive open online courses) werden auch von Universitäten im deutschsprachigen Raumimmer öfter angeboten.

Zwar sind Hochschulen aus den USA und anderen englischsprachigen Ländern bei MOOCs weltweit führend. Aber auch Institutionen wie die TU München, RWTH Aachen und Universität Zürich bieten bereits erste Kurse bei Coursera oder edX an.

Ein unabhängiger Dienstleister bei der MOOC-Erstellung ist Polarstern Education, ein Startup aus dem Umfeld der RWTH Aachen. Deren Kurse wurden bereits von über 50.000 Lernenden weltweit belegt.

Wir sprachen mit Patrick Neubert, dem CEO von Polarstern, über die konkreten Eckdaten einer MOOC-Erstellung.

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Warum Universitäten nicht durch digitale Angebote und MOOCs verschwinden werden, sie aber dennoch digitalisieren müssen

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Sie sind unvermeidbar, die gewaltigen Veränderungen, die mit dem Ausbau digitaler Lernformate einhergehen. Allerdings nicht das Ende der Universitäten. Denn sie spielen eine wichtige Rolle in unserem Bildungssystem, welche bisher noch nicht von Lernplattformen und anderen Medien eingenommen werden konnte.

Sie dienen als physischer Ort des Zusammenkommens und des Austauschens und ihre Reputation und Bewertungsmechanismen schaffen Vergleichbarkeit für Arbeitgeber. Solange sie diese Eigenschaften bewahren und mit den technischen Fortschritten digitaler Anbieter Schritt halten, haben Universitäten eine Zukunft. Dies gilt analog natürlich auch für andere Formen von Weiterbildung.

Momentan sind es nur die großen Konzerne wie Google, Microsoft und Uber, welche viel Vertrauen in Udacity & Co haben und deshalb auf die Akkreditierung einer Universität verzichten können. Darauf sollten sich Bildungseinrichtungen aber nicht ausruhen. Wenn es diesen Plattformen gelingt, lokale Alternativen zu Universitäten zu schaffen und das Vertrauen der Arbeitgeber aufzubauen, befinden sie sich in direkter Konkurrenz und können sich nur noch schwer differenzieren. Diesen Konkurrenzkampf würde das marode Bildungssystem verlieren.

Jeder dritte Student bricht in Deutschland sein Studium ab, oftmals aufgrund des schlechten Lernerlebnisses an den Universitäten. Überfordert von Bologna und ständigem Bulimielernen.

Einer digitalen Generation wird ein analoges und veraltetes Lernerlebnis aufgezwungen. Dem gegenüber steht die User Experience des neuen Bildungsmarktes. Dieser reitet die Welle des digitalen Wandels, anstatt von ihr überrollt zu werden. Denn Technologie bietet der Bildung viele Chancen. 

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Warum Professoren, Lehrer und Fortbildungsinstitute Technologie brauchen und was sie von Netflix lernen können

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Es gibt sie tatsächlich: einzelne Meetings, die über das Ende oder die Zukunft eines Unternehmens bestimmen können.

Zum Beispiel im Jahr 2000, als sich John Antioco, der damalige Geschäftsführer des Filmimperiums Blockbuster, mit dem jungen Team von Netflix traf, um über einen Kauf des Unternehmens zu sprechen. 50 Million Dollar forderte Netflix, der einstiege Neuling in der Branche, von dem Giganten Blockbuster für eine Übernahme. Im Raum vertreten waren die Blockbuster Executives, einige bekannte Gesichter aus der Tech-Szene und der Netflix CEO Reed Hastings.  Das Geschäftsmodell der Unternehmen unterschied sich nur in der Methodik: Blockbuster besaß große Filialen und Netflix versandte damals noch DVDs per Post. An das Streaming von Inhalten dachte noch niemand.

Blockbuster kaufte Netflix nicht. Heute ist Netflix das größte Unternehmen der Branche und belegt an einem typischen Mittwochabend mit seinem Streaming-Angebot bis zu 50% des gesamten Internettraffics der USA. Blockbuster ist tot.

„Disruptive Veränderungen“ nennen wir heute solche Umwälzungen im Markt. Besonders stark betroffen sind dezentrale Dienstleistungsmärkte.

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